Seit 2006 veranstaltet der Deutsche Fördererkreis regelmäßig besondere Abendveranstaltungen – die “ Haifa Dinner“, zu denen namhafte Persönlichkeiten eingeladen werden. In „privater „Atmosphäre beim exklusivem Essen wird im kleinen Kreis über interessante Themen referiert und diskutiert. Als Ehrengäste und Vortragende konnten bereits u. a. Dr. Norbert Lammert, Frank-Walter Steinmeier, Joschka Fischer, Otto Schily, Hildegard Müller, Stanley Fischer (seinerzeit Präsident von der Bank of Israel) sowie Sari Nusseibeh (Präsident der Al-Quds Universität in Ost-Jerusalem) gewonnen werden, die interessante Anstöße für rege Diskussionen gaben. In der Vergangenheit haben auch herausragende Wissenschaftler der Universität Haifa und unsere Stipendiatinnen dabei ihre spannenden Forschungserrungenschaften vorgestellt und über ein Israel berichtet, das nicht in den Schlagzeilen der Medien zu finden ist. Ein Israel, das wirtschaftlich und technologisch erfolgreich ist, das eine unwahrscheinliche kulturelle Vielfalt bietet und eine sehr lebendige Demokratie hat.
Meinungsaustausch, Information, Diskussion und Förderung: Die hochrangigen traditionelle Haifa-Dinner dienen der Absicherung der interkulturellen Stipendienprogramme Jewish-Arab Community Leadership Program und Werner Otto Arab Israeli Women Graduate Program – die in ihrer Art und nachhaltigen Wirkung seit über 20 Jahren einzigartig für und in Israel sind. Diese Programme stehen beispielhaft für gelebte Ko-Existenz, Chancengleichheit und akademische Exzellenz. Gerade in herausfordernden Zeiten sind sie wichtiger denn je.
2024: Exklusives HAIFA DINNER mit Joschka Fischer, Außenminister a.D., im Hafen Klub Hamburg
Im Mai 2024 begrüßen wir im legendären Hafen Klub Hamburg Herrn Joschka Fischer (Außenminister a.D.) und hochkarätige Gästen zu unserem 10. Fundraising Haifa Dinner.
Beim Empfang auf der Sonnenterrasse und vor traumhafter Elbkulisse begrüße unsere Vorstandsvorsitzende Dr. h.c. Sonja Lahnstein-Kandel alle Gäste auf der Herzlichste, u.a. unsere Haifa-Ehrengäste Prof. Ron Robin. Prof. Gur Alroey und Prof. Tally Katz-Gerro, wie unseren hochkarätigen Dinner Speaker Herrn Joschka Fischer.
Unter dem Topic „Worauf es jetzt ankommt“ hielt Joschka Fischer eine bemerkenswerte Rede und regte uns alle wieder zum Nachdenken an. Das Dinner diente vor allem der Absicherung unserer beiden Haupt-Programme: Werner Otto Arab Israeli Women Graduate Program und dem Jewish-Arab Community Leadership Program.
Wir sind überglücklich, dass wir dank der eingegangenen Stipendienspenden nun auch das nächste akademische Jahr absichern können.
Impressionen des Abends:
























Fotos: Patrick Lux
HAIFA LUNCH
Ergänzend zu den seit 2006 etablierten Haifa-Dinnern hat der Deutsche Fördererkreis 2023 das Haifa Lunch ins Leben gerufen – als feines Come-together in gelöster Atmosphäre mit einem Ehrengast aus Haifa, der einen Vortrag hält und Raum für persönlichen Austausch sowie inspirierende Gespräche bietet.
Sonja Lahnstein begrüßt die Gäste des 1. Haifa Lunchs im Hamburger Hafen-Klub

Wissenschaft und Solidarität beim ersten »Haifa Lunch« im Oktober 2023
Seit Monaten stand dieser Termin bereits fest: Im Jubiläumsjahr der Universität Haifa – seit über 50 Jahren ist die Hochschule nun bereits der weltweit größte Treffpunkt von Muslimen, Christen, Drusen und Juden – hatte ihr Deutscher Fördererkreis eine Reihe kleiner und persönlicher Roundtables vorgesehen. Sie sollten die Freundschaftsbrücke nach Deutschland stärken und einen Einblick in die Arbeit der Universität gewähren. Für den 11. Oktober hatte der Verein zum ersten »Haifa Lunch« in den Hamburger Hafen-Klub geladen.
Die international renommierte Meeresforscherin Prof. Ilana Berman-Frank, Direktorin des »Mediterranean Sea Research Center of Israel« an der Universität Haifa, wollte die wissenschaftliche Kooperation zwischen ihrem israelischen Forscherteam, deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und Forschenden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vorstellen.
Doch dann überrollte der Terrorangriff der radikal-islamistischen Hamas Israel. Die Veranstaltung in Hamburg abzusagen, kam für den Deutschen Fördererkreis nicht infrage: Der »Haifa Lunch« wurde zum Zeichen der Solidarität, eine Ansage auch gegen den wachsenden Antisemitismus in Deutschland.
Und so berichtete Ilana Berman Frank im Hafen-Klub von ihrer wichtigen internationalen Forschung, die sie fortzusetzen hofft, sobald die Kämpfe ein Ende nehmen. Sie sprach in Hamburg als Meeresforscherin, aber vor allem auch als Mensch, als vierfache Mutter und Großmutter über das Israel nach dem 7. Oktober. Über die heikle Lage an der Küste, wo Entsalzungsanlagen den Großteil des israelischen Trinkwassers produzieren. Vom ruhenden Hochschulbetrieb, von Bunkerschutzräumen auf dem Campus und von Flüchtlingen, die in den Studentenwohnheimen Zuflucht gefunden haben. Jeder Israeli, so Berman, kenne mindestens ein Opfer. Einer ihrer eigenen Mitarbeiter wird vermisst, der Sohn ihrer besten Freunde wurde verschleppt. Selbst fast 60 Jahre alte Kollegen wurden eingezogen, erzählte sie. Und berichtete auch von Fragen, denen sich die Hochschulleitung stellen muss: Wie umgehen mit Studierenden, die in sozialen Netzwerken Videos
von Entführungen und Grausamkeiten liken? Wie kann ein religiöses Miteinander auf dem Campus wieder gelingen? Die Anschläge der Hamas bezeichnete sie als Angriff auf die Humanität schlechthin.
»Israel«, sagte Ilana Berman-Frank, »kämpft um seine Existenz.« Auf dem Weg in den Hafen-Klub, so die Meeresbiologin, sei sie an einer großen Werbetafel vorbeigekommen, die die Israel-Flagge zeigte: »Es tut gut zu wissen, dass wir nicht alleine sind.«
Weitere Impressionen und Presseberichte zum Haifa Lunch finden Sie hier.