Aktuell

Haifa Fundraising Dinner mit Joschka Fischer (Außenminister a.D.) und Mitgliederversammlung im Hafen Klub Hamburg

Am 7. Mai 2024 durften wir, der Deutsche Fördererkreis der Universität Haifa, im Hafen Klub Hamburg Herrn Joschka Fischer (Außenminister a.D.) mit hochkarätigen Gästen zu unserem Fundraising Haifa Dinner begrüßen.

Beim Empfang auf der Sonnenterrasse und vor traumhafter Elbkulisse begrüße unsere Vorstandsvorsitzende Dr. h.c. Sonja Lahnstein-Kandel alle Gäste auf der Herzlichste, u.a. unsere Haifa-Ehrengäste Prof. Ron Robin. Prof. Gur Alroey und Prof. Tally Katz-Gerro, wie unseren hochkarätigen Dinner Speaker Herrn Joschka Fischer.

Unter dem Topic „Worauf es jetzt ankommt“ hielt Joschka Fischer eine bemerkenswerte Rede und regte uns alle wieder zum Nachdenken an. Das Dinner diente vor allem der Absicherung unserer beiden Haupt-Programme: Werner Otto Arab Israeli Women Graduate Program und dem Jewish-Arab Community Leadership Program.

Wir sind überglücklich, dass wir dank der eingegangenen Stipendienspenden nun auch das nächste akademische Jahr absichern können.

Weitere Bildimpressionen folgen.

PhotoCredit: Patrick Lux

Unsere Mitgliederversammlung am Nachmittag in der wunderschönen Hafen-Kuppel des Hafen Klubs. Die Unileitung Ron Robin und Gur Alroey erfreut über unsere Gastgeber-Geschenke:

Prof. Ron Robin (President University of Haifa), Prof. Gur Alroey (Rector University of Haifa) und Tally Katz-Gerro (Head, Divison of Global Engagement) besuchen die Hansestadt

Unsere Gäste aus Haifa treffen für eine neue Kooperation mit der Universität Hamburg den Universitätspräsidenten Prof. Hauke Heekeren, Prof. Ron Robin hält seine hochaktuelle Lecture in der ZEIT STIFTUNG Bucerius, unsere Mitglieder lauschen den Berichten über die aktuellen Entwicklungen an der Universität Haifa und wir freuen uns, dass wir Ron Robin, Gur Alroey und Tally Katz-Gerro als Ehrengäste unseres Fundraising-Dinners begrüßen durften.

Lecture mit Prof. Ron Robin und anschließender Diskussion mit Prof. Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank) and Eliana Korn (Association of Jewish Students North), moderiert von Sonja Lahnstein-Kandel. Unter den Gästen war auch Prof. Natan Sznaider, Autor des Buches: „ISRAEL Eine Korrespondenz“, zugegen. PhotoCredit: Privat.

Weitere Bildimpressionen folgen.

Eröffnung der Ausstellung „we only see what looks at us“

Erste Zusammenarbeit der HFBK (Hochschule der Bildenden Künste) und der University of Haifa, Initiator der Kooperation war der Deutsche Fördererkreis der Universität Haifa.

Am 17. April fand an der HFBK im ICAT die Eröffnung der Austellung „we only see what looks at us“ mit Katharina Fegebank (Wissenschaftssenatorin und zweite Bürgermeisterin, BWFGB Hamburg), Dr. Sonja Lahnstein-Kandel (Vorsitzende des Vorstandes Deutscher Fördererkreis), Prof. Sharon Poliakine (Dekanin der School of Arts, University of Haifa), und Prof. Martin Köttering (Präsident, HFBK Hamburg) statt. Die Studierenden erarbeiteten in einem Workshop verschiedene Druckgrafiken. Zeit online HFBK Hamburg und Universität Haifa: Eine Freundschaft, die Brücken baut | ZEIT ONLINE, taz Deutsch-israelische Kunst-Kooperation: Verbindende Schichten – taz.de sowie weitere Medien berichteten: Neue Partnerschaft: Kunsthochschule HfbK kooperiert mit Haifa | NDR.de – NDR 90,3, Schabat Schalom 26. April 2024 | NDR.de – Nachrichten – NDR Info. PhotoCredit: Tim Albrecht.

Prof. Martin Köttering und Kathrina Fegebank (v.l.n.r.)
Dr. h.c. Sonja Lahnstein

Nachricht von Sonja Lahnstein: GLÜCK UND TRAGIK an der Universität Haifa und am Israel Museum in Jerusalem

Liebe Interessierte, liebe Mitglieder und Förderer,

erlauben Sie, dass ich mich heute einmal zu beiden wichtigen Institutionen in Israel gleichzeitig melde. Institutionen, zu denen wir – die jeweiligen deutschen Vereine – seit Jahrzehnten fest stehen und fest an sie glauben. Glück und Tragik zugleich – hautnah und konkret kann man es an der Universität Haifa und beim Israel Museum Jerusalem miterleben und mitfühlen.

Am letzten Donnerstag passierte etwas Wunderbares an der Universität Haifa! Der Senat der Universität wählte mit großer Mehrheit Frau Prof. Dr. Mouna Maroun, eine der renommiertesten Neurowissenschaftlerinnen weltweit zur designierten Rektorin der Universität Haifa. Nicht nur, dass Mouna erstaunlicherweise die allererste Frau in Israel in einer solchen Position ist, nein: sie ist auch die allererste arabische Israelin in dieser Führungsrolle. Wir gratulieren Mouna vom ganzen Herzen und sind auch besonders glücklich und stolz, weil Mouna unter den allerersten Stipendiatinnen unseres Werner Otto Arab Graduate Women Programms war. Wir haben immer an sie geglaubt.

Vorgestern – kurz vor dem Angriff des iranischen Regimes auf Israel – schrieb uns Mouna folgendes: „I thank you so much for your steadfast support. I knew then and I know, that you are truly committed to our university that stands for co-existence and a shared society from its inception. I was then still a rather shy researcher, doubting if I may succeed, and here I am, leading our university into the future. I am determined but also anxious because it is a huge responsibility during these difficult times, but I know that you are by my side.”

Mounas Rede, aus Anlass des Empfangs – den der Bundespräsident zum 50sten Jubiläum der Universität und unseres Vereins ausgerichtet hatte – lesen Sie bitte hier: Rede Prof. Mouna Maroun Schloss Bellevue

Und gestern erreichte uns dann die Nachricht, dass aufgrund des zu erwarteten Raketenbeschuss seitens des Irans und seitens der Hisbollah alle Schulen, Universitäten und Kultureinrichtungen ihren Betrieb aus Sicherheitsgründen einstellen und erst einmal zurückkehren in den Online- Modus, wie während Corona. Und immer sind noch 1000 Studierende der Universität im Einsatz bei der Armee. Glück und Tragik an der Universität Haifa!

Am Israel Museum Jerusalem passierten in den letzten zwei Wochen auch Wunder. Kaum vorstellbar: Aber „Bridging the Gap“, das palästinensisch-jüdische Kunstprogramm für Kinder, das aufgrund des Gaza Krieges zum allerersten Mal in 25 Jahren unterbrochen wurde, nahm die Arbeit mit den Kindern wieder auf. Darüber berichteten wir schon. Wir konnten es nicht fassen – es ist gelungen, das Vertrauen der Eltern, das Engagement der Schulen, die Neugier und die Offenheit der Kinder wieder zusammenzubringen. Dies ist beglückend, während wir das tragische Leid der Kinder in Gaza beklagen und aber auch nicht vergessen wollen, dass im Museum immer noch traumatisierte und evakuierte Familien aus dem Süden Israels untergebracht sind.

Und dann gestern Nacht: unvorstellbare, fast surreale Bilder! Der Abschuss von iranischen Drohnen und Raketen über Jerusalem, über der Knesset, über der Al-Aqsa Moschee mit der goldenen Kuppel, über der Stadt, über dem Museum. Wie glühende Sterne auf dem schwarzen Himmel. Noch in der Nacht kontaktierte ich die Freunde aus dem Museum, die sich so für Freiheit und das Zusammensein einsetzen. Alle mussten mehrfach in die Schutzräume. Alle hatten Angst! Und heute: Das Museum ist wieder für das Publikum geöffnet! Glück und Tragik am Israel Museum!

Eins ist klar: Wir bleiben dabei, wir geben unser Bestes, wir stehen solidarisch mit unseren Freunden in Israel. Wir sorgen dafür, dass auch hier in Deutschland aus dem Disput Gemeinsamkeit wird. So wie mit unserer gerade zu Ende gegangenen Dialogreihe „Bridging the Gap“, die wir mit den Deichtorhallen gemeinsam durchgeführt haben. So auch mit der Partnerschaft zwischen der Hamburger Hochschule für Bildende Kunst (HFBK) und der Universität Haifa zu Gastprofessuren und Studentenaustausch. Feierlicher Start ist am 17. April um 18 Uhr in Hamburg an der HFBK mit der Vernissage der Ausstellung „we only see what looks at us“ der Künstlerinnen Sharon Poliakine (Dekanin der School of Art, University of Haifa), Birgit Brandis von der HFBK und 14 Studierenden.

Herzliche traurige aber auch glückliche Grüße im Namen der beiden Vorstände,

Sonja Lahnstein, 15. April 2024, Deutscher Fördererkreis der Universität Haifa e. V., Hamburg und Verein zur Förderung des Israel Museums in Jerusalem e. V., Berlin

Lesen Sie auch diesen interessanten Artikel über Mouna Maroun vom April 2023:

Unhidden Gem: Mouna Maroun Leads Israeli Arabs Down the Path She’s Blazing

NEUE PARTNERSCHAFT: SCHOOL OF ARTS der UNIVERSITY OF HAIFA und HFBK HAMBURG – Vernissage am Mittwoch, 17. April 2024

Wir freuen uns außerordentlich über unsere NEUE KOOPERATION mit der HFBK: Anlässlich einer neuen PARTNERSCHAFT mit der SCHOOL OF ARTS der UNIVERSITY OF HAIFA präsentiert die HFBK HAMBURG eine Ausstellung der Künstler*innen Birgit Brandis, Sharon Poliakine und Studierender.

Wir laden Sie herzlichst zur VERNISSAGE ein am Mittwoch, 17. April, 18h – mit dabei: Begrüßung durch Katharina Fegebank (2. Bürgermeisterin HH), unsere Vorstandsvorsitzende Dr. h.c. Sonja Lahnstein, Prof. Sharon Poliakine (Dekanin School of Arts, University Haifa) und Prof. Martin Köttering (Präsident HFBK).

Wir freuen uns auf Sie!

Hamburger Bürgerpreis

fc CDU-Bürgerschaftsfraktion Liam Zergdjenah

Am Donnerstag, 25. Januar 2024, wurde Sonja Lahnstein-Kandel im Hamburger Rathaus mit dem Peter von Zahn Gedächtnispreis ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden herausragende Hamburger Persönlichkeiten für ihr Engagement mit Auslandsbezug geehrt. Die Auszeichnung wird im Rahmen des von der Hamburger CDU gestifteten Hamburger Bürgerpreis verliehen.  

„Ihr langjähriger Einsatz für ein friedliches Miteinander von jüdischen und nicht-jüdischen Israelis, ihr Eintreten nach dem fürchterlichen Anschlag der Hamas am 07. Oktober 2023, ihre Initiativen für die Studierenden der Universität Haifa – ob arabisch-muslimischer oder jüdischer Herkunft, für das interkulturelle Kunstprogramm Bridging the Gap für Kinder am Israel Museum, für die Initiative Stop Antisemitismus – all das hat uns die Wahl sehr leicht gemacht“, erklärte Prof. Dr. Michael Göring, Vorsitzender der Jury des Hamburger Bürgerpreises, die Entscheidung.

Für Sonja Lahnstein-Kandel hat diese Ehrung eine ganz besondere Bedeutung: „In Hamburg habe ich meine neue Heimat gefunden. Ich liebe Hamburg, insbesondere die Weltoffenheit und die Vielfalt. Nach dem 7. Oktober 2024 habe ich aber auch gelernt, dass man sich, um diese Werte zu erhalten, als Bürgerin noch stärker zu Wort melden muss. Für die Auszeichnung mit dem Peter von Zahn Gedächtnispreis bin ich sehr dankbar, denn sie gibt mir Mut und motiviert, nicht aufzugeben – auch dann nicht, wenn man vermeintlich keine Kraft mehr hat.“

Weiterer Preisträger des Abends: Hauptpreisträger Herr Dr. Stephan Reimers, Anerkennungspreis für Frau Angela Bulut.

Pressemitteilung:

Pressemitteilung der CDU und PM Verein Uni Haifa und Israel Museum

Reden:

Rede Dr. h.c. Sonja Lahnstein – Ehrung: Peter von Zahn Preis

Festrede Dr. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission

Presse:

https://www.ndr.de/nachrichten/

Aktuelle Informationen Krieg im Nahen Osten

Lieber Mitglieder, Förderer und Freunde,

wir stellen Ihnen hier aktuelle Entwicklungen, Beiträge und Informationen über den Krieg im Nahen und der Uni Haifa online:

Eine aktuelle Studie der Universität Haifa ergab posttraumatische Belastungsstörungen (Posttraumatic Stress Disorder (PTSD)) bei Eltern und Kindern/Jugendlichen. Im Studienvideo der Uni Haifa sprechen Eltern über diese schweren Belastungen: Video Studie PTSD Uni Haifa

Lesen Sie auch den interessanten Artikel der NY Times:

War Brings Tensions, and Assault Rifles, Into an Israeli College_NYTimes_2024January07

Dieses warmherzige Video wurde an alle Studenten der Universität Haifa zum Auftakt des aktuellen akademischen Jahres (31.12.2023) gesendet, wissend, dass viele Studierende besorgt sind, in einer Zeit des Krieges auf den Campus zurückzukehren. Darin laden Universitätspräsident Prof. Ron Robin, der Rektor Prof. Gur Alroey, und die Vizepräsidentin Prof. Mouna Maroun alle Studierende ein zurückzukommen und gemeinsam zu studieren:

Sehen Sie auch zwei weitere Videos, Elemente einer breit angelegten Kampagne, die fakultätsübergreifend erstellt worden sind, um die Werte der gemeinsamen Gesellschaft auf dem Campus auch in dieser schwierigen Zeit hochzuhalten. Ein sehr persönliches Video von Vizepräsidentin Prof. Mouna Maroun https://www.youtube.com/watch?v=vcJ5rflpGUg und das andere von zwei Fakultätsmitgliedern, Sawsan Kheir und Dr. Arik Cheskin, die die aktuellen Sorgen der Studierenden aufgreifen: https://www.youtube.com/watch?v=g0qz34EtDSk

Weitere Reportagen zum Krieg im Nahen Osten:

Spouses of reserve soldiers suffer from depression_TheJerusalemPost_2023December06

Israeli hostage Yarden Roman-Gat shares details of her captivity in Gaza_60 Minutes_2023December

Former Shin Bet chief: We warned against the Gaza concept_Globes_2023October26

Januarempfehlung: Lillis Tochter von Martin Doerry – Buchvorstellung & Gespräch

Ganz ans Herz legen möchten wir Ihnen das neue Buch Lillis Tochter. Das Leben meiner Mutter im Schatten der Vergangenheit – eine deutsch-jüdische Familiengeschichte von Martin Doerry. Im neuen Jahr lädt der Jüdische Salon am Grindel e.V. zur Buchvorstellung und Gespräch mit Martin Doerry und Simon Strauß ein.

llse ist erst 14 Jahre alt, als ihre Mutter, die jüdische Ärztin Lilli Jahn, im Sommer 1943 in ein Lager verschleppt und später in Auschwitz ermordet wird. Von heute auf morgen muss Lillis Tochter die Verantwortung für ihre drei jüngeren Schwestern übernehmen, die als „Halbjüdinnen“ selbst bedroht sind. Nach den traumatischen Erfahrungen in der NS-Zeit erlebt Ilse auch im Nachkriegsdeutschland, dass sie nicht wirklich dazugehört, obwohl sie Lillis Schicksal verschweigt. Die Geschichte einer Überlebenden und einer in den Konventionen und Zwängen ihrer Zeit gefangenen Frau.

Dr. Martin Doerry, langjähriges Mitglied und Förderer unseres Vereins, arbeitete von 1987 bis 2021 als Redakteur für den SPIEGEL und war 16 Jahre lang stellvertretender Chefredakteur des renommierten Nachrichtenmagazins. 

Weitere Informationen zur Veranstaltung am Donnerstag, 18.1.2024 um 19.30h im Tonali Saal, Kleiner Kielort 3-5 in Hamburg finden Sie hier: Lillis Tochter – Buchvorstellung und Gespräch am 18. Januar 2024 mit Martin Doerry und Simon Strauß

Und hier kommen Sie direkt zum Veranstaltungsort: https://www.tonali.de/termine/lillis-tochter/