Projekte
Projekte in der Übersicht:
Community Leaders
Rhetorik Club der Universität Haifa
Haifa Dinners
Werner-Otto-Graduate-Programm
Community Leaders
The Project’s Vision
Nie war es wichtiger, interkulturelle Verständigung im Nahen Osten zu fördern. Und kaum eine Institution kann das besser als die Universität Haifa.
Ein Viertel ihrer Studenten sind arabischer Herkunft. Die Universität sorgt dafür, dass sie ihre Studien erfolgreich betreiben und abschließen können. Sie will ihnen aber auch dabei helfen, in ihren Dörfern und Städten aktiv zu werden und allmählich Führungspositionen zu übernehmen. Deshalb hat die Universität Haifa ihr Programm »Community Leaders« ins Leben gerufen. Sie will damit ein für jüdische Studenten vom Staat gefördertes und bereits erfolgreich erprobtes Projekt auch für ihre arabischen Studenten anbieten – ein Gebot der Gerechtigkeit. Der Frieden in Israel und in der Region kann nur gedeihen, wenn auf jüdischer und arabischer Seite verantwortungsbewusste Führungspersonen handeln. Hierzu leistet das Programm »Community Leaders« einen wichtigen Beitrag. Der Deutsche Fördererkreis der Universität unterstützt dieses wegweisende Projekt.
Das Angebot richtet sich an Studenten mit Potenzial für herausragende akademische Leistung und gesellschaftliches Engagement.
Über einen Ausschuss, in dem der Dekan für Studenten sowie der Chef des renommierten Arab–Jewish Center die Führung übernehmen, wird die Universität in einem sorgfältigen Verfahren die geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten auswählen. Die Teilnehmer erhalten ein Stipendium von 3.600 Euro für die Dauer von drei Jahren. Neben Sozialarbeit in Stadtteilen und Gemeinden Haifas und Umgebung, nehmen sie gemeinsam mit jüdischen Studenten regelmäßig an Seminaren teil, wo sie das theoretische Rüstzeug für ihr Engagement erhalten und Führungsqualifikationen erwerben. Sie setzen sich intensiv mit den drängenden schulischen und sozialen Fragen des arabischen Bevölkerungsteils auseinander.
Die Universität Haifa und der Deutsche Fördererkreis möchten ihr Programm »Community Leaders« auf mindestens 100 arabische Studenten über zunächst drei Jahre erstrecken.
Dafür müssen wir insgesamt rund 360.000 Euro aufbringen. Im November 2006 konnten wir den ersten 22 Stipendiaten eine Förderung zukommen lassen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie die Patenschaft für einen oder mehrere Studenten in Höhe von je 3.600 EURO für eine Dauer von drei Jahren übernehmen könnten. Natürlich würden wir uns auch unabhängig davon über eine Spende freuen. In jedem Fall erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenquittung und natürlich berichten wir Ihnen regelmäßig über »Ihre Patenstudenten«.
Bereits heute dürfen wir uns über die Förderung durch diese Sponsoren freuen.
Bitte tragen Sie durch Ihre Unterstützung mit dazu bei, eine wichtige Initiative mit Modellcharakter für die ganze Region erfolgreich zu machen!.
Die Sponsoren der »Community Leaders«
Galewski-Stiftung, Hansa Treuhand AG, ZEIT-Stiftung, Tchibo Holding AG, Deutsche Bank, Körber-Stiftung, M. M. Warburg Bank, A. Darboven, Deutsche Telekom, Montblanc, Deutsche Post, Dan Hotels, Rothschild, Rafi Roth, Michael Rosenblat, Dr. Schulz-Gardya
Rhetorik Club der Universität Haifa

Seit neun Jahren üben sich Studierende der Universität Haifa im Debattieren. Nach britischem Vorbild gründeten sie 1998 an der Hochschule im Norden Israels einen Rhetorik-Club. Regelmäßig nehmen die studentischen Redner seitdem an nationalen und internationalen Wettbewerben teil und sind dabei sehr erfolgreich.
Anat Gelber, Tochter eines Universitätsprofessors, ist dabei die Vorzeigerednerin. Die 26-Jährige wurde Anfang 2006 in Dublin Weltmeisterin in der Kategorie »Englisch als zweite Fremdsprache«. In den Jahren 2003 und 2005 errang die Philosophie-Studentin den Titel als beste Rednerin Europas.
Dank der Unterstützung des deutschen Fördererkreises der Universität Haifa können die jungen Rednertalente auch künftig zu internationalen Wettbewerben reisen. Wie im Frühjahr 2006, als ein großes Team aus Haifa an den Europameisterschaften in Berlin teilnahm und auf der Reise viele neue Eindrücke von Deutschland und den Deutschen sammelte.
Haifa Dinners

Mit den Haifa Dinners möchte der deutsche Fördererkreis der Universität Haifa ein Forum für den Gedankenaustausch über aktuelle und drängende Probleme des Nahen Ostens schaffen. In privater Runde kommen namhafte Persönlichkeiten und Kenner der Materie zusammen. Für den deutschen Fördererkreis ist dies ebenfalls eine Gelegenheit, über wichtige Projekte der Universität Haifa zu informieren, die der gesellschaftlichen Entwicklung in Israel und der Verständigung zwischen Arabern und Juden dienen. Beispielhaft hierfür ist das Projekt »Community Leaders« (siehe Beitrag »Community Leaders«).
Das erste Haifa Dinner fand im Juni 2006 in Hamburg statt. Die Vorsitzende des deutschen Fördererkreises der Universität Haifa, Sonja Lahnstein-Kandel, begrüßte als Ehrengast Joschka Fischer in ihrem Haus. Der ehemalige Bundesaußenminister gab mit seiner großen Sachkenntnis der Lage im Nahen Osten viele Anregungen für die Diskussion. Daneben beeindruckte die Doktorandin Mouna Karkabi, eine der Stipendiatinnen des Werner-Otto-Graduate-Programms. Die junge Psychologin schilderte in bewegenden Worten, warum Projekte, wie »Community-Leaders « so wichtig zur Verbesserung des gegenseitigen Verstehens zwischen arabischen und jüdischen Bürgern in Israel sind.
Mitte September vergangenen Jahres fand das zweite Haifa Dinner auf Einladung von Sabine Christiansen in deren Privathaus in Berlin statt. Zu den Gästen zählten S. E. der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, Bundesinnenminister a. D. Otto Schily, der Präsident der Universität Haifa, Prof. Dr. Aaron Ben-Ze’ev, sowie Prof. Manfred Lahnstein, Chairman der Universität Haifa. Thema des Abends war die aktuelle Krise um Irans Atomprogramm. Eine der weltweit bekanntesten Expertinnen auf diesem Gebiet, Prof. Dr. Brenda Shaffer, Leiterin des neuen Energieforschungszentrums an der Universität Haifa, referierte über »The Iranian Nuclear Challenge – is it about Islam and the West?« und lieferte viele Impulse für die anschließende Diskussion.
Meinungsaustausch, Information und Diskussion: Die Haifa Dinners sind auf dem besten Wege, zum Forum für den Austausch über die Lage im Nahen Osten zu werden. Nicht zu kurz kommt bei all dem der Charity-Gedanke: Der Deutsche Fördererkreis wirbt für die Unterstützung des Projekts »Community Leaders«, denn es baut tragfähige Fundamente für eine Brücke zwischen Juden und Arabern in Israel.
Werner-Otto-Graduate-Programm

Seit 2001 vergibt der deutsche Fördererkreis der Universität Haifa jedes Jahr Stipendien an begabte Studentinnen arabischer Herkunft. Mithilfe dieser Unterstützung können die Studentinnen ihr weiterführendes Graduate- und Postgraduate-Studium ohne finanziellen Druck erfolgreich zu Ende führen.
Frauen fühlen sich ihrer Gemeinschaft oft besonders verpflichtet und engagieren sich für soziale Belange. Nebenbei sind die Studentinnen Rollenvorbilder für heranwachsende arabische Mädchen. Darum ist es besonders nachhaltig, Frauen zu fördern. Partner des Deutschen Fördererkreises bei der Auswahl der Stipendiatinnen ist das Jüdisch-Arabische-Zentrum der Universität Haifa.
In den ersten Jahren der Verleihung waren es vor allem zukünftige Lehrerinnen und Sozialarbeiterinnen, die als hoch motivierte und brillante Studentinnen auffielen. Im Laufe der Jahre hat sich das Spektrum der Berufsziele jedoch merklich erweitert – ein Zeichen für die fortschreitende Emanzipation der arabischen Frauen, die ihren zukünftigen Beruf nicht mehr nur unbedingt in den »klassischen Frauenberufen« suchen. Mittlerweile wurden über 50 Studentinnen durch das »Werner-Ottto-Graduate-Programm« gefördert.
