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A Word from the President and the Rector: Opening of the 2016/17 Academic Year

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Doktorand der Universität Haifa stirbt bei einem Terroranschlag

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A Word from the President regarding Operation “Protective Edge” and the University of Haifa preparedness

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Brief des Präsidenten aus aktuellem Anlass

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(Engl.) Interview with Nisreen Mazzawi

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Brucerius Lecture

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Persönliche Nachricht des neuen Präsidenten

Persönliche Nachricht des neuen Präsidenten Amos Shapira

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Scholarships Report 2012

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Community Leadership Program 2011-2012

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Sonja Lahnstein in der Financial Times Deutschland zum Thema soziale Eliten

Erschienen in der Financial Times Deutschland am 22. Oktober 2008 (Original Artikel im PDF Format)

Nachrichten über Managementfehler und mangelnde soziale Führungskompetenzen durchziehen deutsche Medien. Gleichzeitig schicken laut einer Studie 80 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Mitarbeiter als ehrenamtliche Helfer in Förder- und Hilfsprojekte – ohne dies als Qualitätsmerkmal oder beim Werben um Talente auch nur zu erwähnen.
Beide Beispiele zeigen, dass in Deutschland soziale Kompetenz gilt. Trot Global-Management-Seminaren an Provatuniversitäten und Chinesischunterrricht in Grundschulen fehlt hierzulande ein wichtiger Baustein, gerade für den globalen Wettbewerb: das sozial geschulte Bewusstsein für nachhaltiges Handeln, das immer auch lokal verankert ist. In denUSA ist es schon längst ein Musthave und der Goldfaden in Elite- Lebensläufen.
Auch in den deutschen Stundenplan wäre soziale Bildung integrierbar. Ein Vorbild sind weiterführende Schulen, die mit dem angesehenen 2International Baccalaureate” -Abschluss auch selbst gewählte Sozialarbeit einfordert – und die Schüler dabei anleiten.
Wichtig dafür sind Zeit und Raum. Diesen Rahmen können nur Ganztagsschulen bieten.
Auch Hochschulen sollten ihre fachliche Ausbildung stärker mit Gemeinschaftsprojekten verzahnen. Das Community-Leadership-Projekt der israelischen Universität Haifa zum Beispiel fördert BWL-Studenten, die soziale Projekte nicht nur unterstützen, sondern analysieren und unternehmerisch managen. Kurz: Sie bildet “Social Entrepreneurs” aus.
Schulen wie Universitäten können ihre Ausbildung durch soziale Karrierebausteine stärker mit der Praxis verbinden. Personalberater in Unternehmen erhalten so einen weiteren Qualitätsschlüssel zur Auswahl von Absolventen, aber auch für die eigene Reputation. International ist dieser Baustein bereits etabliert.
Auch in Deutschland gilt es, dem Ausgeprägten sozialen Bewusstsein eine Karriere zu ermöglichen – und sozial kompetente Führungseliten heranzubilden.